Erich Klausener


 

 

 Erich Klausener

 

Wer war Erich Klausener?
Dieser Frage ging die Erich-Klausener-Realschule zum 50. Todestag ihres Namenspatrons nach. Im Rahmen des Projekts Spurensuche haben wir uns intensiv mit dem Leben Erich Klauseners auseinander gesetzt und in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt. Wir hatten das Glück, mit dem Sohn Erich Klauseners, Herrn Prälaten Erich Klausener, sprechen zu können und haben auch sonst viele Quellen zusammentragen können. So kann das Folgende nur ein Überblick sein. Wer genauere Informationen benötigt, wende sich bitte an den Projektleiter Herrn Schrader

Lebenslauf von Dr. Erich Klausener:

 1885
      Geboren in Düsseldorf.

 1903
        Reifeprüfung am Realgymnasium in Düsseldorf.

 1903-1906
        Jurastudium in Bonn, Berlin und Kiel. 

 1906
        Dienst als einjährig Freiwilliger im fünften Ulanenregiment in
        Düsseldorf .

 1911
        Promotion mit der Dissertation "Das Koalitionsrecht der Arbeiter". 

 1914
        Verheiratet mit Hedwig Klausener geb. Kny, Kriegsteilnahme als
        Leutnant d. R. . 

 1917
        Landrat in Adenau/Eifel. 

 1919-1924
        Landrat in Recklinghausen - Neugestaltung der
        Behindertenfürsorge - Soziale Fürsorge für Kriegsbeschädigte
        und Kriegshinterbliebene - Kinderheime zur
        Tuberkulosebekämpfung - Förderung des Verkehrs im Vest
        Recklinghausen - Gründung landwirtschaftlicher Schulen in
        Horneburg und Dorsten - Gründung der Kreisbank AG mit
        Zweigstellen in Dorsten und Datteln. 

 1923
        Aktivitäten gegen die Ruhrbesetzung durch Franzosen und
        Belgier - Inhaftierung / Haft / Ausweisung. 

 1924
        Berufung als Ministerialdirektor in das preußische
        Wohlfahrtsministerium.

 1926
        Leiter der Polizeiabteilung im Preußischen Innenministerium.

 1928
        Vorsitzender der kath. Aktion Bistum Berlin. 

 1933
        Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten
        Versetzung in das Reichsverkehrsministerium.

 1934
        Öffentliche Kritik der nationalsozialistischen Politik auf
        Kirchentagen und Kirchenveranstaltungen der katholischen Aktion.

 30.6.1934
        Ermordung Klauseners auf Befehl Görings und Heydrichs.

 


Anmerkung:

 Als Dr. Erich Klausener 1924 den Kreis Recklinghausen, in dem er als Landrat  5 Jahre lang tätig war, verließ, verabschiedete ihn Professor Dr. Weskamp aus Dorsten mit den Worten: " Die Notleidenden konnten sich keinen besseren  Fürsprecher aussuchen, als sie in Dr. Erich Klausener gefunden haben. Er ist
 eine Persönlichkeit von hervorragender Gesinnung, und bei Zähigkeit seines  Wollens ist er stets ein Mann des Friedens und des Ausgleichs gewesen. " In  der Tat fanden die Leistungen des sozialen Landrats, wie man ihn nannte, in  allen Kreisen der Bevölkerung Lob und Anerkennung. Eine seiner Hauptaufgaben hatte er darin gesehen, kranken und notleidenden Menschen zu helfen. Er engagierte sich für Kriegsbeschädigte, setzte sich für die Neugestaltung der Behindertenfürsorge ein, ließ Kinderheime zur  Tuberkulosebekämpfung bauen und förderte den Aufbau eines engmaschigen Verkehrsnetzes. Auch die Stadt Dorsten profitierte von den weitsichtigen Entscheidungen des Landrats. So fand der Ratsbeschluss, die 1966 gegründete städtische Realschule für Jungen und Mädchen nach Dr. Erich Klausener zu benennen, breite Zustimmung.

 

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